Deutschland - Südafrika 2006-2007

Karin und Wolf auf Tour

Vor Jahren…

An einem warmen Abend am Stadtrand von Macay (Ostaustralien). Wir, Karin und Wolf, saßen vor unserem Leihwagen und ließen einen schönen Tag ausklingen, genossen die Stille und sinnierten über unsere Tour und was wir in den kommenden Jahren unternehmen wollten. Es wäre doch eine tolle Idee, einmal eine Langstreckenreise, vielleicht mit Australien als Ziel, zu planen. Zurück in Deutschland holte uns erst einmal der Alltag ein, aber die Idee blieb immer irgendwo im Hinterkopf und entwickelte sich langsam aber beständig.

Die letzten Jahre hatten wir mehr mit Fernreisen verbracht und unser Fernweh gepflegt. Aber unsere Idee, wieder mit einem eigenen Wohnmobil größere Reisen zu unternehmen, blieb. Auf einer Samstagstour sahen wir uns bei einem Händler für Alt-Feuerwehren einige Fahrzeuge an und überlegten, dass dies doch eine geeignete Basis für ein Wohnmobil wäre. Nach 2 Monaten, die wir mit planen, verwerfen und träumen verbrachten, war es Anfang 2001 so weit. Ein damals 26 Jahre alter Magirus 170D11, Platz für drei im Fahrerhaus und fünf Meter Aufbaulänge wurde unserer. Da lässt sich was draus machen. Im Geiste wurde schon die Flex gewetzt und der Umbau geplant.

Beruflich hatte ich zu dieser Zeit die Leitung eines Ziegelwerks, so dass wir eine gute Werkstatt mit kompletter Ausrüstung zur Verfügung hatten, der Umbau begann mit dem Entkernen des Feuerwehraufbaus. Es folgte ein nahezu kompletter Umbau des Fahrzeugs zu einem allradbetriebenen Wohnmobil, in dem auch eine Langstreckenreise über mehrere Monate mit dem notwendigen Komfort möglich ist. Ca. 1.5 Jahre hat es insgesamt gedauert, bis der Wagen annähernd fertig war, ganz fertig wird so ein Fahrzeug ja nie…

2005

Inzwischen haben sich auch unsere Reisepläne konkretisiert. Wir werden uns 1 Jahr Zeit nehmen und von Deutschland nach Südafrika reisen. Mitte März 2006 soll es losgehen.

Als technische Verbesserung wurde noch kurz vor Reisebeginn, dank der tätlichen und organisatorischen Mithilfe von Felix, Uwe und Wilmaaa eine Hinterachssperre nachgerüstet.

2006

Nachdem Visa und sonstige Vorbereitungen abgeschlossen waren, ging es dann am 18. März endlich los.  Der erste Teil der Reise führte uns von Deutschland erstmal Richtung Süden nach Griechenland, wo wir ein paar Tage ausspannen um uns von den doch etwas sehr hektischen letzten Tagen auch innerlich zu entfernen.

Von Deutschland fahren wir über Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Mazedonien nach Griechenland. Das erste Mal nach dem Krieg in Bosnien / Kosovo. Das Verhältnis gegenüber Reisenden ist immer noch sehr problematisch, speziell in Serbien (Argwohn gegen jeden) und Mazedonien (Armut) führt doch zu einer etwas gespannten Atmosphäre. In Serbien haben wir dann einen Plattfuss, der erstmal provisorisch repariert wird. In Griechenland finden wir dann kurz nach der Grenze einen sehr kompetenten Reifenhändler, der auch gleich die Ursache findet, außer dem undichten Ventil auch zwei kleine Schweißnahtrisse in der Felge, die wir später beheben müssen.

In Mazedonien scheuert sich dazu noch einer der neu verlegten Druckluftschläuche der Sperrenbetätigung durch. In Thessaloniki finden wir einen sehr kooperativen LKW-Händler, der uns auch gleich zu einer kleinen Werkstatt schickt, die den Schlauch neu anfertigen.

Jetzt stehen wir mit unserem Fahrzeug an einem wunderschönen Strand und freuen uns am schnellen „Winterende“ bei 20°C in der Sonne.

Wird fortgesetzt…

 

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